Mljet Seite 4

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Tag 5 – 24.07.2013 – Brodacica bis Kozarica (Insel Mljet)

Am nächsten Morgen bauen wir früh unser Lager ab und versuchen zu bezahlen. Leider ist der schrullige Platzwart spurlos verschwunden. Wir rechnen den Betrag nach Preisliste zusammen um ihn einem vertrauensvoll wirkenden Dauercamper zu übergeben mit der Bitte um Weiterleitung. Doch bevor es dazu kommen kann taucht die Schlafmütze von Platzwart auf und kassiert gewohnt freundlich-mürrisch.

Ich realisiere beim morgendlichen Blick auf den Garmin dass wir es fast geschafft haben. Nur noch 280 km bleiben uns auf diesem 5. Reisetag bis zum Fähranleger der Fähre nach Mljet.

Hier im südlichen Teil Dalmatiens ist die Küstenstraße besonders schön und wild. Split wird großzügig umfahren und wir erreichen kurz vor dem Ziel die Grenze nach Bosnien. Das Land hat sich einen kleinen Korridor von vielleicht 10 Kilometern Küstenlinie erhalten. Recht kurios der doppelte Grenzübertritt innerhalb weniger Kilometer. Zweimal EU Außengrenze.

Es geht vorbei an den mittelalterlichen Anlagen von Ston. Wir haben aber keine Zeit für Geschichte. Wir wollen ankommen. Am frühen Nachmittag erreichen wir den kleinen Fährhafen Prapratno auf der Halbinsel Peljesac. Da wir noch etwas Zeit haben machen wir erst einmal entspannt Mittagspause.

Als schließlich das Schiff am Horizont auftaucht steigt bei uns auch die Spannung. Wir freuen sehr als wir die Gespanne in den Bauch der Fähre lenken. Jetzt kann kaum noch etwas schief gehen.

Nach einer kurzen Überfahrt von etwa 45 Minuten erreichen wir den Hafen von Sobra auf der Insel Mljet. Wirklich gerührt und glücklich nehmen wir die letzten Kilometer unter die Räder. Förmlich zelebriert wird jede Kurve, jeder Anstieg. Da vorne der Abzweig nach Blato, gleich ist es geschafft. Überraschung bringt noch der asphaltierte Pfad der uns letzt endlich nach Kozarica leitet. Wir rollen durch das Fischerdorf, erreichen unser Ziel, das Kamp-Lovor und stellen die Motoren ab.

Anna, die Chefin des Platzes empfängt uns mit offenen Armen und begrüßt uns herzlich wie alte Freunde. Dabei wusste sie gar nichts davon dass wir hier ankommen werden.

Ich denke kaum jemand hat daran geglaubt dass ich es mit dem alten russischen Gelump bis nach Mljet schaffen würde. Ich selbst auch nicht. Wunderbare 1.700 Kilometer liegen hinter uns und ein neuer Abschnitt kann beginnen.


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Nicht weit bis zum Ziel.

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Beeindruckend die Kulisse der D8. Gerade im südlichen Teil Dalamtiens ist die Küstenstraße besonders schön.

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Mittag.

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Das Wasser könnte trüber sein.

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Warten auf die Fähre nach Mljet.

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Endlich …

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Das Urlaubsziel in greifbarer Nähe.

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Der Hafen von Sobra.

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Geschafft. Ein ungaubliches Gefühl!


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