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Tage 6 bis 17 – 27.07. bis 05.08.2013 – Insel Mljet

Der Campingplatz ist klasse. Fahrzeuge bei den Zelten sind nicht möglich. Wir müssen mit unserem doch etwas größeren Zelt ganz runter auf die unterste Ebene. Eine Treppe mit 66 Stufen führt durch einen dichten Wald aus Oliven, Lorbeer und Steineichen. Die gesamte Ausrüstung muss dort hinunter getragen werden. Kleine Parzellen im absoluten Schatten. Leider
nix frei für unser Großzelt so dass wir auf die etwas sonnigere Wiese müssen. Zunächst einmal. Auch nett ist natürlich dass es unten keine Wohnmobile oder ähnliches Gelump gibt.
Ich finde es erst nicht gut die Motorräder nicht beim Zelt zu haben, gewöhne mich aber daran. Nicht weil es unsicher wäre, ich verschwende keinen Gedanken daran das teure Garmin von der Halterung zu nehmen. Ich fühle mich geborgen.
Der Vorteil ohne die Fahrzeuge aus zukommen ist, dass es absolut ruhig ist bei den Zelten lediglich die Geräusche der Natur sind zu hören in der Nacht. Auch gibt es zumindest im Juli keine lärmenden Touristen. Wer hier her kommt sucht Ruhe und Entspannung.

In den ersten Tagen erkunden wir unser Umfeld. Wir sind viel mit Verenas Gespann unterwegs. Sie genießt es sich fahren zu lassen und ich erfreue mich an unendlich erscheinender Leistung.
Wir finden einen lustigen Supermarkt der in einer ehemaligen Diskothek untergebracht ist. Lautsprecher und Diskokugel hängen noch an der Decke, die ehemalige Bar ist das Zigarettenlager. Da wurde nicht viel Aufhebens gemacht mit dem Umbau … Wir finden alles was wir benötigen und erfreuen uns an wirklich frischem Gemüse direkt vom Inselbauern.
Auch den hervorragenden Rotwein kaufen wir direkt vom Erzeuger, abgefüllt aus dem großen Fass im Weinkeller in jedes gewünschte Gebinde.

Wir leben uns ein, finden unsere persönlichen Hotspots zu denen wir immer wieder zurück kehren. Ganz besonders gefällt uns die Bucht und die Gegend um Saplonara am südlichen Ende der Insel.

Wir machen auch einen Tagesausflug nach Dubrovnik. Mit dem Katamaran, eine Personenschnellfähre geht es morgens um 6:00 auf die Reise. Wir haben es gerade so geschafft das Schiff zu erwischen. 1,5 Stunden dauert die Überfahrt. In Dubrovnik angekommen laufen wir die 2 Kilometer bis zur Altstadt und … ja, wir sind geschockt. Unglaubliche Menschenmassen. Souvenierläden, Fremdenführer mit Gruppenschildern. Gebühren, Gebote, Verbote und Hitze. Ich gebe zu, es war keine gute Idee diesen Ausflug im Hochsommer zu machen. Vermutlich tue ich der Stadt auch Unrecht aber mich kann sie mal gerne haben. Vielleicht sollte man den Versuch noch einmal im Winter starten …

Das Problem ist, wir sind gefangen. Unsere Fähre zurück geht erst am späten Abend. So streunen wir verschwitzt und müde durch die Stadt, gehen mal hier essen dann mal dort … Kaffee trinken, dann mal wieder ein Eis und schließlich im Stadtpark ausruhen. Negativ aufgefallen ist mir der viele Müll überall. Gleichermaßen von Einheimischen wie auch von Touristen hinterlassen an den schönsten Stellen. Der gemeine Tourist wird mir immer unsympathischer.

Wir verkraften diesen Tag in Dubrovnik und widmen uns wieder dieser wunderschönen Insel. Unglaublich viel grün in allen Schattierungen. Viele Blüten, emsiges Treiben der Insekten, unermüdliche Grillen singen ihr lautes Lied. Tags über extrem laut aber sobald die Sonne untergeht fahren die Viecher die Lautstärke auf ein romantisches Maß zurück.

Den Nationalpark auf der Insel besuchen wir natürlich auch und baden in den Binnenseen in herrlich warmen Wasser. Der Nationalpark ist für Naturfreunde, Wanderer, Radfahrer und Kanuten sehr zu empfehlen. Man kann alles mieten, Kanus und Fahrräder. Ich empfehle jedem Inselbsucher einen Tag im Park einzuplanen.

Immer wieder besuchen wir die traumhafte Bucht von Saplonara. Daran angeschlossen entdecken wir die Bucht Blaci mit einem schönen Sandstrand. Kaum Touristen, keine Kneipen oder ähnliches. Einfach nur Natur. Ab und zu verliert sich ein Boot in die flache Bucht.

In Saplonara entdecken wir unseren Lieblingsspeiseplatz. Eine touristisch wirkende Strandbar. Eher einer Imbissbude ähnlich werden wir von der Küche sehr angenehm überrascht. Der junge Koch verwendet ausschließlich frische lokale Zutaten. Es gibt gesalzene Sardinen. Diese werden mindestens 6 Monate in einem Salzfaß eingelegt gelagert. Milder Ziegenkäse in Öl eingelegt, frische Salate und Schinken aus Dalmatien. Der Schinken erklärt uns der Koch kommt als einzige Zutat nicht von der Insel sondern von einem kleinen Hersteller vom Festland. Das selbst gebackene Brot rundet dieses Perfekte Mittagessen ab.
Wir sind nicht nur einmal dort …

Nach wenigen Tagen wird auf dem Kamp ein richtig schöner und großer Schattenplatz frei. Wir ziehen um, richten uns ein und können den Urlaub nun umso mehr genießen. Den ganzen Tag im Schatten riesiger Lorbeerbäume bleibt der Platz auch bei größter Hitze bewohnbar. Wir kochen und grillen wie die Weltmeister. Wir kaufen ein wo die Einheimischen einkaufen. Die Küche ist einfach aber sehr schmackhaft.
Und wenn wir einmal keine Lust haben, dann sagen wir morgens Anna Bescheid, suchen uns was aus – Fisch, Fleisch oder Tintenfisch vom Grill mit Gemüse, beim Wein haben wir die Wahl zwischen rot und weiß … so liebe ich das. Einfach aber von hoher Qualität.

Auf den letzten Tagen sind wir noch einmal viel mit Verenas Gespann unterwegs. Wir erkunden Schotterwege und aller kleinste Nebenstrecken.
Ich fühle mich hin und her gerissen. Einerseits möchte ich nicht weg, zu schön ist es hier. Aber dann will ich auch wieder auf die Reise. 13 Tage an einem Fleck ist eine lange Zeit für mich …

Es gab sogar noch mal was zu improvisieren. Bei dem F-Gespann vibrierten sich beide Schrauben (M10x20) der Bremssattelbefestigung vorne heraus. Bei einer Bremsung im Dorf verabschiedete sich der Bremssattel, hüpfte von der Scheibe und die F war bar jeder Bremse vorne. Eine Schraube konnte ich noch finden die andere habe ich dann aus dem Fundus improvisiert.
Auch schön, dass das nicht auf einer Passstraße passierte.


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Das Lager in seiner ersten Version.

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Flugkünstler.

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Die besten Plätze liegen im dichten Wald versteckt.

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Pausenplatz für die Kräder.

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Der Hafen von Pomena.

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Stillleben.

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Wunderschönes Alteisen.

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Farbenprächtig.

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Waschtag …

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Granatapfel.

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Kahlgryndiger Tourist in der Bucht von Saplunara.

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Verena genießt die Rolle der Schmiermäxin.

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Traumhafte Aussichten überall.

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Zypressen gesäumte Landstraße.

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Asphaltierter Pfad nach Kozarica.

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Kleiner Tiger immer Sieger. Jungkater beim Entdecken der Welt.

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Abendstimmung in Kozarica.

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Der „Strand“ von Kozarica.

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Hafenidylle.

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Ein richtig schönes Dorf haben wir uns da ausgesucht.

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Leere Hülle.

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Lärmender Geselle.

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Überall saftiges grün und satte Farben.

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Blick in Richtung der Halbinsel Peljesac.

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Erkundung der Küstenstraße zur Bucht von Sutmiholjska.

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Kakteenwald über glasklarem Abgrund.

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Die „F“ posiert.

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Ruinenlandschaft.

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Eine kreative Idee wie ich finde 🙂

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Nebenstrecke im Inneren der Insel.

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Die Ruinen der Kirche St. Paulus.

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Die Landschaft ist atemberaubend.

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Das tiefe blau im Kontrast zum satten grün der Bäume.

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Wir erkunden abgelegene Pfade.

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Beste Fernsicht.

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Der salzige Binnensee Veliko Jezero.

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Der Verbindungskanal zum kleineren Malo Jezero.

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Die Aussicht genießen.

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Die einsame Bucht Blaci mit ihrem traumhaften Sandstrand.

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Die Reste eines Schalentiers.

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Zerklüftete Felsenformationen mit flach auf dem Boden liegend wachsenden Bäumen.

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Erstklassiges Mittagsmahl aus frischen lokalen Zutaten.

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Ach ja …

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Dreirad-Parkplatz.

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Die Feldküche …

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Die Straße nach Kozarica …

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Süßwasserreservoir zur Bewässerung der Felder.

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Das Hafenbecken / Schwimmbad von Kozarica.

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Nach kleineren Wartungsarbeiten darf auch die Planeta mal ausreiten.


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