Warum eigentlich Alteisentreiben?

Alteisentreiber!

¬ Das Ding an sich

Alteisentreiber.de hat sich zur Aufgabe gemacht, Geschichten, Restaurationsprotokolle sowie das Leben um und mit zweirädrigen Alteisen zu dokumentieren. Als kollaboratives Projekt ergänzen sich unterschiedlichste Ansichten bezüglich Ästhetik, Funktion, Gebrauchswert eines solchen Fahrzeugs und die individuelle Weltanschauung generell; das Alteisen soll keineswegs als homogener Sammelbegriff stehen. alteisentreiber.de steht der österreichischen AIA, der Alteisentreiber IG Austria nahe.

Ein Alteisen hat zwei oder drei Räder und ist der heutigen Technik nach ein eher simpel gestricktes Gefährt und wird – vorzugsweise ausschließlich – angekickt (fallweise auch angeschoben) und ist weitgehend plastik- und elektronikfrei. Ein Alteisen in diesem Sinne entspricht nicht notwendigerweise dem Originalzustand und zeigt Spuren der eifrigen Benutzung, was unserer Meinung nach seine Charakteristik einerseits definiert, andererseits intensiviert. Alteisen sind Projekte, Überlebende, Fahrende, manchmal fiese, manchmal genehme Zeitgenossen. Ihrer Erhaltung widmen wir uns!

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Generell freuen wir uns über Beiträge, denn ihr schreibt in der ersten Reihe! Hier ist der direkte Link zu max: dysfunction@freezone.co.uk

Viel Spaß,

mit öligen Grüßen, die Autoren.

aia

Gedanken …

… des Foristi „Bonner“ zu braunen Denkern …

Nix ist nicht richtig, richtig scheint , dass er nix richtig kapiert.
Das kommt davon , wenn am Ende des Intellekts noch zu viel Gedanke übrig ist.

„Braune Denker“ … eigentlich ein Oxymoron  🙂

Never wash a running system

Weise Worte meines Freundes Peter zu dem Thema:

Aus ätiologischer Sicht ist das Abreiben mit öligen Lappen und ähnlichem einfach ein Verhalten, das die soziale Bindung verstärkt. Der früher im Vodergrund stehende physiologische Aspekt des „Reinigens“ ist seit Jahrzehnten als völlig untergeordneter und in der Praxis oft garnicht vorhandener Nebeneffekt erkannt. Affen lausen sich, auch wenn sie gar keine Läuse haben, und der „Reingungseffekt“ von öligen Lappen läßt sich im natürlichen Habitat meist kaum beobachten (das tatsächliche Ergebnis kann von Laien teilweise sogar mit „Verschmutzung“ verwechselt werden).
Wesentliche Komponenten der komplexen Wechselwirkung sind hierbei neben dem psychologichen Effekt und der mechanischen Stimmulierung vor allem verschiedenste Botenstoffe, die eben nur im natürlichen Habitat ausreichend vorhanden sind.
Versuchen mit Ratten haben gezeigt, dass z.B. tägliche Streicheleinheiten und ein „angereicherstes Umfeld“ das Hirnwachstum erheblich steigern können. Nach einigen Jahren begeisterter Forschung wurde festgestellt, dass natürlich lebende Ratten immer ein erheblich größeres Hirn selbst als „gesteigerte“ Laborratten haben.

Lappen, die direkt aus der Waschmaschine kommen, sollten immer einige Tage an exponierter Stelle in der Werkstatt gelagert werden. Ballistol, WD40 o.ä. erscheint mir ein durchaus noch geeignetes Medium für die erforderlichen Botenstoffe. Mittel jedoch, die die natürliche Patina angreifen (NeverDull u.ä.) halte ich für bedenklich :opa:

Auch die Planeta ist nun verkauft.

„Keep it simple“ oder „weniger ist mehr“. Getreu diesem Leitsatz habe ich meinen Fahrzeugbestand nun noch einmal reduziert. Ein Gespann und eine Solo. Das muss in Zukunft reichen. Die Ural und die Enfield sind die Waffen meiner Wahl.

Die Planeta konnte ich gerade noch rechtzeitig vor dem nächsten Umzug verkaufen. Es gab zwar nicht viel dafür aber das war eh klar. Viel wichtiger ist es dass ich das ganze Gerümpel los bin welches an dem Krad dran hing. Eine Transporterladung voller Teile. Genug um drei weitere Motorräder zu bauen …

Ich fühle mich wirklich erleichtert.