Albanien 2017 -6

Heute Morgen müssen wir früh raus. Wir sollen um 9:00 an der Fähre sein. Das ist zwar nur ungefähr einen Kilometer aber die Strecke hat es wieder mal in sich. Fast hätte ich mich in dem unbeleuchteten Tunnel der mehrfach abknickt verfahren. Menschen mit starken Stirnlampen führten mich auf den rechten Weg.

Es herrscht ein ziemlicher Trubel auf dem kleinen Fähranleger. Recht spannend das Ganze. Ungefähr fast pünktlich legen wir ab. Nun können wir ganz in Ruhe diese grandiose Landschaft bestaunen und kommen aus Selbigem kaum heraus.

Es herrscht ein reger Verkehr auf dem Stausee. Kleine Barkassen, mittelgroße irgendwie Fähren und sogar die große offizielle Fähre die auch LKW und Busse transportieren kann. Es gibt in dieser Gegend kaum Straßen und die Boote stellen eine wichtige Verbindungsader zwischen den Dörfern dar. Unglaublich wo dort überall angelegt wird. Wo kommen die alle her? Und wo wollen die alle hin? Ein toller Tag.

Wir haben das langsamste all dieser Boote erwischt was wir aber gar nicht schlimm finden …

Negativ aufgefallen ist uns der wirklich unglaublich viele Plastikmüll der in diesem See dümpelt. Da gibt es noch Luft nach oben. Bei der jüngeren Generation scheint sich das aber langsam einzublenden. So zumindest lassen Gespräche mit jungen Albanern in Durres hoffen.

Etwas für die Elektriker unter uns …

Nach rund 3 Stunden erreichen wir den Anleger in der Nähe von Fierze.

Wir tanken in der Stadt noch voll und machen uns dann auf den Weg ins Valbona Tal. Ziel ist das schöne Hotel Rilindja welches von der Amerikanerin Catherine geführt wird. Diese Frau engagiert sich sehr für nachhaltigen und leisen Tourismus im Valbonatal. Wir können unser Zelt hinter dem Hotel aufschlagen. Der Platz ist so abgelegen und natürlich, das ist fast wie Wildcampen …

Wir bauen unser Lager nahe dem Swimming-Hole auf und machen noch eine schöne Wanderung durch den Wald. Nach wenigen Kilometern geben leider meine Chala Rennsandalen auf und ich muss den Rückweg barfuß bewältigen. Trotzdem, ein sehr empfehlenswertes Schuhwerk.

Am Abend speisen wir in dem sehr guten Restaurant und trinken den besten Rotwein dieser Reise.

Morgens dann erst mal einen Kaffee. Danach wird das Lager abgebaut und im Hotel gemütlich gefrühstückt bevor wir uns wieder auf die Reise machen.

Wir werden wieder kommen. Und dann auch mindestens zwei bis drei Nächte bleiben. Und die Wanderbarfußschuhe nicht vergessen …

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