Das Dneprtier

Verena und ich haben im Urlaub darüber diskutiert dass ein Kradistenleben ohne Gespann eigentlich blöd ist. Ich beschloss mich mal wieder umzuschauen …
Direkt nach dem Urlaub dann das Angebot vom Bernd worauf hin ich ziemlich schnell zusagte.
Ich mochte das Gespann schon immer und bei dem Preis war es auch gar keine Frage.

Ich verspreche mir einfach ein schnelleres Ergebnis als das ich es mit der Knural hätte bekommen können.
Von der möglicherweise besseren Langstreckentauglichkeit mal abgesehen aber das wird sich weisen.
Kürzlich habe ich das Gespann dann beim Bernd abgeholt. Hier nun die ersten Bilder:

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Das Gespann hat nur wenig Rost und ist in einem schönen Zustand. Ich mag die wirklich feine Patina. Es mag mir Geschichten erzählen.Das Schutzblech vorne ist nur provisorisch befestigt 🙂

Die Sitzposition passte mir erst mal so gar nicht. Vom Sattel bis zur Lenkstange nicht. Ich bemerke dass die Lenkerhalter mit ihrer Kröpfung nach vorne zeigen. Normalerweise werden sie anders herum montiert. So war das zumindest bei meiner MT11, der Mamuf und der Knural.
Ich fange mit dem Sattel an und verschiebe ihn so weit es geht nach hinten und demontiere den Soziussitz. Jetzt muss ich nur noch Adapter-Eisen anfertigen damit die Feder gerade ansetzen. Federn … ich brauche stärkere Federn … An Stelle des Sozius kommt ein kleiner Gepäckträger einer Ural auf den Kotflügel.

Die große Lampe am Heck kommt weg. Statt dessen eine kleinere Leuchte von Lucas die ich auch an der Enfield habe. Den originalen Lampenhalter kann man dem entsprechend anpassen.

Die Lenkerhalter habe ich mal umgedreht und den vorhandenen Lenker mal durchgesteckt. Das würde so passen aber leider kollidiert der Lenker bzw. die Halter nun mit dem Tank. Wenn ich aber die vorderen Haltelaschen abschneide und umgedreht wieder anschweiße passt das.

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Kotflügel vorne wird original nicht mit federnd. Der Bernd hatte das mal tief unten auf dem Rad montiert, optisch hübscher aber aus technischen Gründen ist mir original lieber. Ich hätte aber beide Optionen.

Der Seitenwagen bekommt einen kleinen Gepäckträger aufs Heck. Auf ein Reserverad werde ich verzichten. Ich denke das kann man machen denn ich werde mir drei Uralräder besorgen. Ich weiß dass gute Angebote dünn gesät sind und bevor ich 200 € für eine Ruine bezahle investiere ich 450 pro Rad für nagelneue. Sogar in schwarz 🙂 Aber dazu muss ich erst noch ein klein wenig sparen zumal auf den Dnepr-Rädern noch sehr gute Avons zum Runterfahren sind.

Das Fahrwerk teste ich erst einmal wie es ist. Ich habe noch zwei neue passende Federbeine unbekannter Herkunft mit der Aufschrift „Tough“. Ein befreundeter Uralfahrer aus Rosenheim ist schwer begeistert von den Sachs Federbeinen. Das Gespann sein nicht wieder zu erkennen gewesen. Kostet halt auch wieder mindestens 500 € was aber ein ziemlich gutes Angebot für fünf Federbeine ist.

Elektrik sollte komplett neu. 22 mm Lenkstange mit guten Amaturen und Schaltern sind schon mal vorhanden. Ein lustiger Multifunktionstacho auch. Das wir meine Hauptaufgabe. Der neue Kabelbaum. Nicht gerade meine Spezialdisziplin …

Ich habe schon Umbauten mit dem BMW Motor gesehen, da kam man dann nicht mehr an den Ölfilter heran weil er hinter dem Rahmenrohr verschwindet. Der schweizer Umbau hat einen externes Ölfiltergehäuse was ich sehr gut gelöst finde. Raus finden muss ich noch welcher Filter benötigt wird. Festellbremse ich auch vorhanden.

Nach dem Neubau der Elektrik sollten die Vitalfunktionen des Motors hergestellt werden und eine Wartung mit großem Schmierdienst folgen.
Lackiert werden nur die vorderen Lampenhalter, ansonsten wird nur partiell entrostet und ausgebessert.

Das sollte es für den Anfang gewesen sein.

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