Balkan 2015 – 8

Dieser Reisetag wird uns völlig entspannt zurück nach Slowenien bringen. Erleichtert durch den Entschluss und mit viel Vorfreude streben wir nach Nordwesten.

Plötzlich ein Scheppern am Hinterrad des Erpel. Der Halter des Kettenschutzes hatte sich ab vibriert. Ich war ja gewarnt dass dieses passieren werde. Sinnloses Bling-Bling-Zeuch kwasi. Hybsch aber viel zu schwer hält der Halter den Vibrationen nicht mehr stand und reißt ab. Mit dem originalen Plaste-Kettenschutz wäre das nicht passiert. Ich schraube den Übeltäter ab und weiter geht es.

Demontage des Kettenschutzes

Die Berge kommen so langsam wieder in Sicht und wir sind in Slowenien. Ich liebe dieses Land mit seiner schönen Landschaft und mit seinem milden Klima. Angekommen in Kobarid gehen wir auf den Campingplatz rechts der Napoleon Brücke und richten uns ein.

Ziegengehege in mitten des Platzes

Mit unmißverständlichem Hinweis …

Partisanen-Denkmal an der Napoleon Brücke

Wir verbringen zwei sehr schöne Tage in Kobarid. Wir kaufen in dem Markt der Molkereigenossenschaft ein was alleine für sich schon eine Reise wert ist. Wir sind viel am Fluß und schwimmen sogar ein klein wenig in den eiskalten Fluten.

Beweisfoto

So manche lassen sich sogar einfach so durch die Stromschnellen treiben. Samt Kinder und ohne Wildwasserboot

Es wird Zeit sich zu verabschieden. Der Urlaub neigt sich dem Ende zu.

Am Ausgang des Campingplatzes noch eine Überraschung. Keinen Strom mehr und ich kann das Sicherungskästchen nicht finden. Ein kurzes Telefonat mit einem gewissen Herrn aus Meddersheim bringt Klärung. Leider hält die Ersatzsicherung nur bis zur Tankstelle in Kobarid. Dort wird erst einmal Ersatz gekauft. Reichlich … Auch die nächste Sicherung hält nicht lange bringt aber die Erkenntnis dass es, solange ich nicht blinke OK ist. Na gut, fahren wir halt mit Handzeichen weiter.
Wir fahren über Tarvisio nach Villach, weiter in Richtung Leoben um im Kreativzentrum der AIA zu übernachten.
Dort angekommen habe ich ein klein wenig Zeit und verpasse dem Erpel neue Bremsklötze am Hinterrad. Auch den Kupferwurm versuche ich zu finden, kann ihn jedoch nur verscheuchen ohne ihn tatsächlich aufzuspüren …

Kleiner Service im Garten Eden

Im Vordergrund das für mich bessere Reisekrad. So die Erkenntnis dieser Reise.

Nach einem langen und sehr schönen Abend beim Uwe kommen wir am nächsten Morgen etwas schwerer in Gang …
Durch die Alpen geht es meist durch Täler in Richtung Oberbayern.

Diese Tankstelle in Trieben kennt wohl jeder Tauerntreffen-Fahrer ganz genau

Schließlich erreichen wir in der Nähe von Rosenheim unsere letzte Station wo wir bei einer befreundeten Familie Unterschlupf finden. Auch hier wieder ein toller Abend der sich länger als es gut für uns ist in die Länge zieht. Es war schon wieder mal so schön.

Der letzte Tag startet wie erwartet zäh, geht aber fast schon unspektakulär zu Ende. Auf den letzten Kilometern muss ich sogar noch mal in den Regenkombi, brauche ihn dann aber doch nicht. Erwähnenswert ist noch der Sturm an diesem Tag. Ein heftiger Wind fegte über die fränkischen Hochebenen und erwischte uns meistens von der Seite. Das war für mich so richtig anstrengend in permanenter Schräglage gerade aus zu fahren. Immer wieder von Böen überrascht quer über die Landstraße zu fegen. Verena war davon auf dem Gespann relativ unbeeindruckt.

Diese Reise war toll. Diese Reise brachte für mich auch neue Erkenntnisse.

  • Wir wollen beide wieder zurück auf die Insel Mljet
  • Wir werden die kroatische Küstenstraße vermeiden wo es nur geht
  • Bosnien und Slowenien waren die Höhepunkte der Reise im mobilen Teil
  • Ich werde das nächste mal wieder mit technisch unzulänglichen Material antreten, das gefällt mir einfach besser. Die Reise mit der Enduro hat mir nicht so viel gebracht. Da wäre die Planeta besser geeignet oder die Enfield oder …
    Deswegen trenne ich mich von dem Erpel. Ist einfach nicht mein Ding.
    Kann mehr als ich will aber nicht das was ich will

Das nächste Mal vielleicht mit der Fähre nach Griechenland um dann durch Albanien, Montenegro und Kroatien wieder auf Mljet zu landen. Und wieder Bosnien uns vielleicht auch Serbien. Der Balkan hat es uns angetan.