Balkan 2015 – 4

Wir kommen an. Rasch ist der bekannte Weg nach Kozarica zurückgelegt. Auf dem Kamp Lovor stellen wir die Motoren ab und werden herzlich begrüßt. Wir werden sofort wieder erkannt und das obwohl wir nicht angemeldet waren.

Der Hafen von Kozarica

Ein schattiger Lagerplatz

Der Weg über den Platz ist alleine schon einen Spaziergang wert

Es gibt nicht allzu viel zu berichten von der Insel, waren wir doch schon einmal hier. Wir richten uns auf einen längeren Aufenthalt ein, kaufen ein, Kochen … wir leben einfach. Wir erkunden Wege die wir so noch nicht gesehen haben. Wir besuchen Orte und Strände welche wir schon kennen. Der ruhige Teil der Reise hat begonnen.

Nebenstrecken …

Die Insel Mljet ist die grünste Insel der Adria und sie gehört laut dem amerikanischen Time Magazin zu den 10 schönsten dieser Welt. Ich finde sie haben Recht.

Und immer wieder Nebenstrecke …

So manche Wege werden aber zu echten Herausforderung mit dem dämpferlosen Federbein der F. Ich erfahre das am eigenen Leib da ich auf der Insel alle Strecken fahre und Verena sich lieber fahren lässt.

Als wir in Saplunara am einzigen Sandstrand der Insel liegen, höre ich ein Motorengeräusch. Ein vertrautes Motorengeräusch. Ich kann es nicht zuordnen aber ich bin mir sicher es zu kennen. Als ich aufblicke kann ich zwar kein Fahrzeug sehen, wohl aber ein Paar welches sich höchst interessiert die F anschaut. Zeit sich das mal näher anzuschauen.

Als ich zur Straße hoch komme sehe ich dort eine Ural stehen. Eine alte 650er mit 750er Motor und Dnepr Tank. Ein braungebranntes und wirklich lässiges Paar aus Südtirol stellten sich als die Fahrer/in vor. Sie seinen auf dem Weg nach Albanien und wollten sich die Insel einmal anschauen. Sie haben da einen Reisebericht in der Sidecar Traveller gelesen von einem der schon mal mit einem IZH Gespann hier war. Nun denn. Das konnte ich aufklären …

Die beiden sind in zwei Tagen von Bozen nach Split gefahren, ohne Probleme. Er habe einen langen Endantrieb drin, in Albanien würde er aber dann den kurzen einbauen. Sie reisen immer so und vor allem immer mit diesem Fahrzeug. Zu Hause stehen noch eine M72 für die kurze Sonntagsrunde und eine MT16 fürs Grobe.

Wir haben uns sehr gut verstanden … und mein Entschluss sich die Knural als zukünftiges Fernreisegespann zurecht zu machen wurde durch dieses Zusammentreffen durchaus noch gefestigt.

Auf dem Weg nach Kozarica

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